|
|
|
|
Die Folgen des Krieges
|
Die Kopie des Gemäldes von Peter Paul Rubens "Die Folgen des Krieges" ist
ein verkleinertes Abbild des Originals aus der Galeria Pitti in Florenz.
Diese Kopie hing seit 1779 im Konzertzimmer Friedrich II., in seiner Wohnung
im Potsdamer Stadtschloss. Dem langjährigen Gemäldekustos der Stiftung, Gerd
Bartoschek, gelang es den Weg des Gemäldes durch die preußischen
Königsschlösser nachzuzeichnen: nach 1786 kam es in die Königskammern des
Berliner Schlosses, um dann zu Beginn des 19. Jahrhunderts für 15 Jahre im
Königsberger Schloss gezeigt zu werden. Dann kehrte es nach Berlin zurück,
um schließlich ab 1933 wieder im Konzertzimmer Friedrichs II. zwischen den
beiden in die Wand eingelassenen Gemälden von Nicolas Lancret seinen Platz
zu finden.
Ernst Gall, der Direktor der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und
Gärten, zu der auch das Potsdamer Stadtschloss gehörte, kannte als
Teilnehmer des Ersten Weltkrieges die Folgen des Krieges und ließ ab 1939
die beweglichen Sammelungsstücke der von ihm verwaltetet Königsschlösser
evakuieren. Diese Rubens-Kopie wurde im Babelsberger Flatowturm deponiert,
der Rahmen des Gemäldes gelangte in das Schloss Babelsberg und später über
die Neuen Kammern in das Neue Palais.
Zu diesem Zeitpunkt wurde diese Fotografie im Konzertzimmer des
Stadtschlosses aufgenommen.
Das Gemälde die "Folgen des Krieges" entging trotz der Umsicht der
Schlösserverwaltung nicht den Folgen des Krieges: es wurde aus dem Neuen
Palais nach dem 12. März 1946 in der Kiste Nr. 12 in die Sowjetunion
gebracht und befindet sich (als Folge des Krieges) noch immer in der
Staatlichen Eremitage in St. Petersburg.
|
Hier finden Sie Informationen zum aktuellen Forschungsprojekt:
Digitalisierung und Erschließung der Sammlung der historischen Originalaufnahmen von 1894 - 1945 der Fotothek der SPSG
|
|
|
|