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* 11. 07.1657 im Schloss Königsberg (Preußen)
> 25.02.1713 im Berliner Schloss
Begräbnisstätte: Dom zu Berlin
Regierungszeit: 09.05.1688 - 25.02.1713
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König Friedrich I. auf dem Thron Gemälde von Antoine Pesne |
Eheschließungen
(1.) am 23. August 1679 mit Elisabeth Henriette von Hessen-Kassel (1661-1683); (2.) am 8. Oktober 1684 mit Sophie Charlotte von Hannover (1668-1705); (3.) am 28. November 1708 mit Sophie Luise zu Mecklenburg-Schwerin (1685-1735)
3 Kinder: 1 aus 1. Ehe: Luise Dorothea Sophie; 2 aus 2. Ehe: Friedrich August; Friedrich Wilhelm
Friedrich III./I. ist ein Opfer Friedrichs des Großen geworden. Denn dieser bezeichnete seinen Großvater als einen wenig klugen, beeinflussbaren, eitlen und verschwenderischen Herrscher, und die öffentliche Meinung ist dem großen König darin gefolgt, zum Teil bis heute. Doch dieses Bild entspricht nicht den Tatsachen. Schon die Erziehung Friedrichs durch Otto von Schwerin und Eberhard von Dankelman spricht dagegen. Der nach dem frühen Tod seines älteren Bruders Karl Emil zum Kronprinz aufgestiegene Friedrich entwickelte unter der Leitung seiner Lehrer schnell eigene Standpunkte. Dass er diese durchsetzen konnte, musste Danckelman dann 1697 erfahren, als er sich gegen die Rangerhöhung, die Annahme der Königskrone, aussprach und opponierte. Der mächtige Minister stürzte.
Dieses oft belächelte Projekt sollte sich als zukunftsträchtig erweisen, was Friedrich wohl immer klar war. Deshalb taktierte er geschickt mit dem Kaiser. Als der Krieg um die spanische Erbfolge bevorstand und Leopold I. Friedrichs Unterstützung brauchte, stellte ihm der brandenburgische Kurfürst Truppen zur Verfügung, gegen das notwendige kaiserliche Einverständnis zur Königskrönung in Preußen.
Am 18. Januar 1701 setzte sich Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg in Königsberg selbst die Krone aufs Haupt. Anlässlich dieser Krönung stiftete der neue König Friedrich I. in Preußen den Schwarzen Adler Orden. Mit dessen orangefarbener Schärpe erinnerte der Monarch an seine drei Jahrzehnte zuvor verstorbene Mutter, die oranischen Prinzessin Louise Henriette.
An seiner oranischen Abkunft hielt Friedrich unbeirrt fest. Nach dem Tod seines Vetters, des kinderlosen niederländischen Statthalters und englischen Königs Wilhelm III., erbte Friedrich, die Herrschaften Turnhout und Herstal und prächtige Schlösser in den Niederlanden sowie zahlreiche kostbare Kunstgegenstände. Gemälde und andere Kunstgegenstände aus dem Oranischen Erbe sind noch heute in den preußischen Schlössern in Berlin und Potsdam erhalten.
Bemerkenswert war auch Friedrichs Förderung von Kunst und Kultur in Brandenburg-Preußen. Der Architekt Andreas Schlüter schuf mit dem Berliner Schloss seit 1698 ein repräsentatives Werk des preußischen Barock. 1694 stiftete Friedrich I. die Akademie der Künste, und auf Anregung von Gottfried Wilhelm von Leibniz entstand 1700 die Gesellschaft der Wissenschaften.
Dass diese zeitgemäße Art, über Repräsentation, Kunst- und Kulturförderung, in Europa Macht und Einfluss zu gewinnen, Geld kostete, war selbstverständlich. Es war gut angelegtes Geld, kein verschwendetes.
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