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Jagdschloss Grunewald – das klingt nach Hörnerklang und erlegtem Wild. In den Wäldern und Seen rund um das malerische Renaissanceschloss "zum gruenen Wald" hatte die höfische Jagd seit 1542 Tradition. Kurfürst Joachim II. von Brandenburg ließ sich als begeisteter Jäger den bewehrten Stützpunkt errichten.
Friedrich I. veranlasste Anfang des 18. Jahrhunderts repräsentative barocke Erweiterungen und kleinere Hofgebäude.
Aber vor allem war das Schloss durch die umfänglichen Modernisierungsarbeiten gekennzeichnet, die 1901–1909 auf Veranlassung Wilhelms II. erfolgten.
Seit 1932 wird das Schloss museal genutzt.
Fast alle preußischen Herrscher huldigten hier ihrer Jagdleidenschaft, 1828 führte der Glienicker Schlossherr Prinz Carl von Preußen die Parforcejagd wieder ein. "Durch Hundekraft" – par force de chiens – wurde das Wild bis zur Ermattung gehetzt, gestellt und von den nacheilenden Jägern abgefangen.
Nach fast dreijähriger Schließung für eine umfassende Sanierung ist das Jagdschloss Grunewald mit zwei Ausstellungen wieder geöffnet: Die Schau im Obergeschoss zeigt Berliner Porträtmalerei vom Barock bis zum Biedermeier unter dem Titel Von Angesicht zu Angesicht.
Im Erdgeschoss sind die Geschichte des Schlossmuseums, die abgeschlossenen Instandsetzungsmaßnahmen sowie die jüngsten Bauforschungsergebnisse dokumentiert.
Die Ausstellung zur Jagd-, Bau- und Ausgrabungsgeschichte des Jagdschlosses Grunewald ist weiterhin im Jagdzeugmagazin zu sehen.
Die berühmten Cranach-Gemälde wurden in der Ausstellung Cranach und die Kunst der Renaissance unter den Hohenzollern im Schloss Charlottenburg gezeigt und werden ab 2011 wieder hier zu sehen sein.
Informationen zur Sanierung von Jagdschloss Grunewald im Rahmen des Masterplans:
www.spsg.de/masterplan
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Franz Krüger: Porträt Friedrich Wilhelms III., 1836
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| Anna Dorothea Therbusch, Selbstporträt, um 1765 |
Hofgebäude |
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