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UNESCO Welterbe

  Friderizianischer Garten einschließlich Hopfenkrug

Weinbergterrassen, barockes Parterre und Landschaftsgarten

Das Oranierrondell auf dem Hauptweg im östlichen Lustgarten Sanssouci
Das Oranierrondell auf dem Hauptweg im östlichen Lustgarten Sanssouci

König Friedrich II. begann auf dem "Wüsten Berg" im Nordwesten der Stadt Potsdam 1744 mit der Anlage von sechs Weinbergterrassen zum Treiben von Obst und 1745 mit dem Bau des bekrönenden Lustschlosses. Zu Füßen lag ein barockes Parterre. Die Mittelachse setzt sich auf der anderen Seite des Parkgrabens mit vier Alleereihen an zwei Stichgräben fort, wo beidseitig 1751/1752 die Gärtnerhäuser errichtet wurden.
Der Garten entwickelte sich jedoch an einer fast 2 km langen Hauptallee vom 1748 errichteten Obelisken im Osten des Lustgartens bis zu einer 1751 begonnenen Grotte am westlichen Ende des Rehgartens.
Östlich der Sanssouci-Terrassen fügen sich unterhalb der 1753 bis 1755 erbauten Bildergalerie und der 1751 bis 1757 errichteten Neptungrotte beidseitig der Hauptallee regelmäßige, durch Wege gegliederte und von hohen Hecken umgebene Flächen zur ursprünglichen Kultivierung von Obst an.
Westlich der Sanssouci-Terrassen lag unterhalb der 1747 entstandenen Orangerie, zwischen 1771 und 1774 zu den Neuen Kammern umgebaut, das mit Kirschbäumen regelmäßig bepflanzte Parterre. Beidseitig der Hauptallee befindet sich das von Rondellen und symmetrisch angeordneten Wegen gegliederte und von hohen Hecken eingefasste Boskett.

Daran schließt sich der von alten Waldstücken geprägte Rehgarten an. Etwa in der Mitte des nicht für jagdliche Zwecke vorgesehenen Gartens wurde auf der Hauptallee 1751/52 eine reich verzierte Marmorkolonnade erbaut. Seitlich schlängelten sich dicht umpflanzte "Englische Alleen", die sich zu Gartensalons aufweiteten und nur wenig Ausblicke freiließen. Auch um das 1754 bis 1756 errichtete Chinesische Haus entstand ab 1763 eine eigenwillige Gartenanlage mit kleinen Parterres, gewundenen Wegen, einem Laubengang in Zick-Zack-Form und mehreren Obsttreibmauern in einem dichten Boskettbereich. Friedrich II. ließ am Ende der Hauptallee an Stelle der begonnenen Grotte zwischen 1763 und 1769 das Neue Palais errichten und ein davor liegendes Rasenparterre in Form eines Halbzirkels anlegen. Hinter dem großen Schlossgebäude schließen die beiden mit einem halbrunden Triumphbogen verbundenen Communs den mit vertieften Rasenspiegeln regelmäßig gestalteten Gartenraum ab.

Nördlich der Maulbeerallee, außerhalb des friderizianischen Gartens, wurden an einem mit drei Talutmauern ausgestatteten Weinberg 1770 bis 1772 das Drachenhaus in der Form einer Pagode als Wohnhaus für den Winzer sowie auf dem Klausberg ein Belvedere errichtet.

Friedrich Wilhelm II. ließ ab 1786 die barocken Parterre im Lustgarten und große Partien im Rehgarten im natürlich-sentimentalen Stil überformen. Die Gräben im Garten selbst wurden zu langen, mit wellenförmigen Ufern versehenen Teichen ausgegraben, eine Vielzahl geschlängelter Wege hinzugefügt und Quersichten ausgehauen. 1797 wurde die Kolonnade auf der Hauptallee abgebrochen. Erst ab 1821 wurde unter Beibehaltung der barocken Hauptallee der gesamte Rehgarten nach und nach landschaftlich umgestaltet und ab 1826 das Hopfenkruggelände zwischen dem Klausberg und dem Rehgarten als Landschaftsgarten einbezogen. Um 1880 wurden die Wasserzüge zugeschüttet.

[Über den Wert der historischen Gärten und den Umgang mit ihnen]

[Parkordnung Park Sanssouci]

Kontakt:
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Besucherzentrum an der Historischen Mühle
Information

An der Orangerie 1
14469 Potsdam
Tel. +49 (0) 331.96 94-200
Fax +49 (0) 331.96 94-107
mail

 
 

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