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UNESCO Welterbe


 Cranach in Grunewald

Ausstellung ab 1. Oktober 2011

Jagdschloss Grunewald

Lucas Cranach d. Ä., Joachim II. als Kurprinz. 1520, Lucas Cranach d. Ä., Lukretia, um 1535, Lucas Cranach d. J., Kurfürst Joachim II. von Brandenburg, um 1570


Der herausragende Bestand an Cranach-Gemälden der SPSG wird ab Oktober 2011 in einer neuen Dauerausstellung im Jagdschloss Grunewald gezeigt. Fast 30 Werke von Lucas Cranach dem Älteren, Lucas Cranach dem Jüngeren und ihrer Werkstatt vermitteln ein eindrucksvolles Bild der Herrscher und des Kunstschaffens am Berliner Hof des 16. Jahrhunderts.

Die Gemälde kehren nach fünfjähriger Abwesenheit an ihren angestammten Platz zurück. Die Zeit, in der die älteste Schlossanlage Berlins sorgfältig saniert wurde, nutzten die Restauratoren und Wissenschaftler der Stiftung für umfassende Untersuchungen und behutsame Restaurierungen der kostbaren Werke.

Film:
Lucas Cranach auf der Spur –

Zu den maltechnischen Untersuchungen der Cranach-Gemälde durch die SPSG


Prägende Figur für die Entwicklung der Renaissance in Berlin war Joachim II. (1505–1571). Den Bauherrn des Jagdschlosses Grunewald geben Bildnisse der beiden Cranachs in unterschiedlichen Lebensabschnitten wieder – als Kurprinz (um 1520) und Kurfürst (um 1570). Seine umfangreichen Aufträge an Lucas Cranach d. Ä. und dessen Werkstatt schließen die Passionstafeln für die Berliner Stiftskirche ebenso ein wie die Serie von Herrschertugenden (Exemplum-Tafeln), die für die Ausstattung des Berliner Schlosses bestimmt war.

Die erhaltenen Tafeln spiegeln den gesteigerten Repräsentationsspruch der Hohenzollern wider, sie zeigen aber auch die Zeit des konfessionellen Wandels: Während der Vater Joachims II. zu den so genannten altgläubigen Herrschern gehörte, verfolgte sein Sohn eine gemäßigte Religionspolitik mit Hinwendung zum reformierten Glauben nach den Lehren Martin Luthers. Auch in den Werken der Familie Cranach sind neue Auslegungen vermeintlich althergebrachter Bildthemen zu entdecken.

Die hochkarätigen Cranach-Gemälde werden ergänzt durch den Bestand der SPSG an altdeutschen und altniederländischen Gemälden des 15. und 16. Jahrhunderts. Das Jagdschloss Grunewald, das 1542 als Wasserschloss "Zum Gruenen Wald" errichtet wurde, bietet den historisch passenden Rahmen für die Sammlung.

 

Eduard Grawert: Hubertusjagd im Grunewald unter Friedrich Wilhelm IV. Die Höfische Jagd in der Kunst

Der zweite thematische Schwerpunkt der neuen Dauerausstellung bezieht sich auf die ursprüngliche Nutzung des Schlosses als Jagdstation. Vielfältige künstlerische Zeugnisse der Jagdleidenschaft der Hohenzollern werden hier versammelt – von der Renaissance bis ins frühe 20. Jahrhundert. Zu sehen sind sowohl Darstellungen von Hofjagden und Jagdfesten als auch Ausstattungsstücke kurfürstlicher und königlicher Schlösser mit Jagdmotiven und verschiedene Arten der Trophäenpräsentation.

 

Lucas Cranach d. Ä., Eva, 1537, Foto: Wolfgang Pfauder Öffnungszeiten
April bis Oktober:
täglich außer Montag, 10–18 Uhr
Letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließzeit

November bis März:
Samstag, Sonntag und Feiertag, 10–16 Uhr
Besichtigung nur mit Führung

 

Eintritt
6 Euro / ermäßigt 5 Euro
Kombiticket – gültig für Jagdzeugmagazin und Jagdschloss
inkl. Führung im Schloss an Wochenenden und Feiertagen

Fotoerlaubnis: 3 Euro
Gültig für einen Tag in allen Schlössern. Nur für private Nutzung. Nicht zur Veröffentlichung. Ohne Blitz, ohne Stativ.

 

Weitere Informationen zum Jagdschloss Grunewald [›››]
Weitere Informationen zum Jagdzeugmagazin [›››]

 

Gefördert durch:
Logo: Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

 


Kontakt:

Besucherzentrum an der Historischen Mühle
Information
An der Orangerie 1
14469  Potsdam

Tel. +49 (0) 331.96 94-200
Fax +49 (0) 331.96 94-107
mail

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