In enger Verflechtung prägten Jagd und Militär das Lebensumfeld des Kronprinzen Friedrich Wilhelm, der Anwesen und Schloss Wusterhausen als Übungsfeld für seine spätere Verwaltungs-, Wirtschafts- und Militärpolitik nutzte.
In seiner Jagdgarde wird die "Keimzelle" der Roten Grenadiere gesehen, die 1717 mit dem Königsregiment (Nr. 6) kombiniert wurden und dessen erstes Bataillon bildeten. Das Andenken an diese Grenadiere, wegen ihrer besonderen Körpergröße später die "langen Kerls" genannt, hat sich über die Jahrhunderte in Bildern, Legenden und Anekdoten bewahrt.
In der gemeinsam von SPSG und dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz ausgerichteten Sonderausstellung im Schloss Königs Wusterhausen, in dem Friedrich Wilhelm I. regelmäßig einige Monate im Jahr residierte, dokumentieren vielfältige Exponate die Doppelrolle der "langen Kerls" als Palasttruppe und Kampfgarde und beleuchten die Facetten einer Regimentskultur zwischen Disziplin, Desertion und Sozialisation.
Dabei wird die legendäre Länge der Grenadiere ebenso in neue Zusammenhänge gerückt wie die Werbung oder der Sozialkontext innerhalb der Garnison.
http://lange-kerls-kw.spsg.de
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