1824 ließ sich Friedrich Wilhelm III. in unmittelbarer Nähe zur Spree östlich des Neuen Flügels nach Plänen Karl Friedrich Schinkels ein zweigeschossiges, im Grundriss quadratisches Sommerhaus errichten.
Als Vorbild bestimmte er die neapolitanische Villa Reale del Chiatamone, in der er bei seiner Italienreise 1822 gewohnt hatte. Unmittelbarer Anlass für die Errichtung des Pavillons dürfte die zweite 1824 geschlossene morganatische Ehe des Königs mit Auguste Fürstin von Liegnitz gewesen sein.
Die überwiegend als privates Refugium von Friedrich Wilhelm III. genutzte Sommervilla mit seiner bürgerlich-einfachen Ausstattung wurde während des Zweiten Weltkriegs fast völlig zerstört.
In den größtenteils rekonstruierten Innenräumen war seit 1970 ein Museum mit Meisterwerken der Schinkelzeit untergebracht.
Gemälde der Romantik und des Biedermeier von Carl Blechen, Karl Friedrich Schinkel und Eduard Gaertner sowie Mobiliar, Skulpturen, Porzellan und Berliner Eisenkunstguss sind hier zu sehen.
Der Neue Pavillon im Schlossgarten Charlottenburg ist nach umfassender Sanierung seit 4. Dezember 2011 mit neuer Dauerausstellung wieder geöffnet.
Die Herrichtung der Innenräume und des Umfeldes des Neuen Pavillons
wird von der Europäischen Union und vom Land Berlin kofinanziert. Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung
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