1931 gründete die Sozialpädagogin Gertrud Feiertag das jüdische Kinder- und Landschulheim Caputh. Ihre Pädagogik setzte darauf, mit Kindern und Lehrern einen Lebensraum zu gestalten, der von gemeinsamem Lernen und Leben bestimmt war - ein Ansatz, der zur damaligen Zeit als ungewöhnlich fortschrittlich gelten musste.
Bis zur brutalen Vertreibung der jüdischen Kinder und Erwachsenen im November 1938 verfolgte Feiertag eine von reformpädagogischen Ansätzen geprägte, ganzheitliche Betreuung der Kinder: inmitten einer wundervollen Landschaft, in enger Beziehung zur Natur und mit vielfältigen Möglichkeiten der kulturellen Entfaltung.
Die Ausstellung zeigt Fotos und Dokumente aus der Zeit des jüdischen Kinder- und Landschulheims, in denen die kreative Kraft seiner Bewohner deutlich wird. So wird nicht nur an das herausragende Engagement Gertrud Feiertags für die ihr anvertrauten Kinder und Mitarbeiter erinnert, sondern auch an ihre pädagogischen Maximen, die bis heute aktuell sind.
Die Ausstellung basiert auf den Forschungen der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Hildegard Feidel-Mertz und Dr. Andreas Paetz.
Anlässlich der Ausstellungseröffnung am 8. November 2008 wird der heute für das Haus verantwortliche Träger, die Gemeinnützige Gesellschaft für Soziale Hilfen in Berlin/Brandenburg (SHBB) die offizielle Benennung der Einrichtung als "Jugendhilfezentrum Gertrud Feiertag" vornehmen.
Den Flyer zur Ausstellung (PDF) können Sie hier herunterladen.
In Kooperation mit der Gemeinnützigen Gesellschaft für Soziale Hilfen in Berlin/Brandenburg (SHBB)
Öffnungszeiten:
Sa/So/feiertags, 10 - 17 Uhr (letzter Einlass 16.30 Uhr)
Eintritt frei
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