Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus
Dramatische Fluchten, zerrissene Familien, die einzige Schießerei zwischen Ost und West über die Mauer hinweg, Abriss wertvoller historischer Bausubstanz und massive Bespitzelung der Bewohner: Kaum anderswo waren die Absurditäten der Mauer so extrem im Alltag für die Menschen spürbar wie in Klein-Glienicke.
In diese "Zone in der Zone" kam man nur mit Passierschein. Der einst so idyllische Ort zwischen den (West-)Berliner Schlössern Glienicke und Jagdschloss sowie dem Potsdamer Schloss Babelsberg gehörte während der deutschen Teilung zum Gebiet der DDR und war, von der Mauer und West-Berlin umgeben, nur über eine schmale Brücke von Babelsberg aus erreichbar.
Manche nannten ihn wegen seiner merkwürdigen Form und der exponierten Lage den "Blinddarm der DDR". Der Todesstreifen durchschnitt hier auch die preußische Kulturlandschaft, die heute zum UNESCO-Welterbe zählt.
Die multimediale Schau beleuchtet anhand zahlreicher Einzelschicksale
die Dramatik der deutschen Teilung. Beim Blick durch die Fenster der Orangerie und des Gewächshausflügels in Glienicke, der erstmals öffentlich zugänglich ist,
wird der Kontrast zwischen "Mauergeschichte" und der Schönheit der wiederhergestellten Kulturlandschaft deutlich.
Eine Ausstellung der Stiftung Berliner Mauer
in Kooperation mit der SPSG
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 10–18 Uhr
Montag geschlossen
Eintritt
8 Euro / ermäßigt 5 Euro
Download Flyer (PDF, 1MB)
www.hinter-der-mauer.de
Begleitprogramm
Führungen
Vom Schweizerdorf zum Sperrgebiet
Spaziergang durch Klein-Glienicke mit der Autorin Manuela Arndt
8 Euro / ermäßigt 6 Euro
Anmeldung: 0331.96 94-200
Treffpunkt: Orangerie Schloss Glienicke
zwischen 19. Juni und 2. Oktober an jedem Samstag und Sonntag, jeweils 14 Uhr
Termine und weitere Informationen siehe Kalender [›››]
Sonderveranstaltungen
Do, 14.7. / 20 Uhr / Berlin, Schloss Glienicke, Orangerie
Im Schatten der Mauer
Film von Beate F. Neumann über das Sperrgebiet Klein-Glienicke HFF 1990 (28 Min.) mit anschließender Diskussion
Moderation: Jens Arndt
5 Euro / ermäßigt 3 Euro
So, 7.8. / 19.30 Uhr / Berlin, Schloss Glienicke, Orangerie
Geboren mit der Mauer
Podiumsdiskussion mit Zeitzeugen der "Generation Mauer" in Klein-Glienicke
Moderation: Jens Arndt
5 Euro / ermäßigt 3 Euro
So, 21.8. / 19.30 Uhr / Berlin, Schloss Glienicke, Orangerie
Eine Flucht und ihre Folgen
Die Geschichte der Klein-Glienicker Familie Schimpfermann, DDR-Flüchtlinge im Juni 1971.
Gespräch mit Betroffenen und Zeitzeugen
Moderation: Jens Arndt
5 Euro | ermäßigt 3 Euro
So, 4.9. / 19.30 Uhr / Berlin, Schloss Glienicke, Orangerie
Der steinerne Horizont.
Ein Dokumentarfilm-Projekt zur Berliner Mauer von Schülern der Waldorfschule Potsdam.
Filmvorführung und Diskussion mit Catrin Reich, Leiterin der Gedenkstätte Lindenstraße 54
und Prof. Dr. Klaus Schroeder, Forschungsverbund SED-Staat der FU Berlin
Moderation: Jens Arndt
5 Euro | ermäßigt 3 Euro
So, 25.9. / 19.30 Uhr / Berlin, Schloss Glienicke, Orangerie
Der unbekannte Ort
Fotos aus der Zeit der Maueröffnung in Klein-Glienicke
Diskussion mit den Dokumentarfotografen Peter Rohn und Rolf Hirche
Moderation: Jens Arndt
5 Euro | ermäßigt 3 Euro
Weitere Informationen: www.hinter-der-mauer.de oder www.spsg.de/kalender
Publikation:
Glienicke – Vom Schweizerdorf zum Sperrgebiet
von Jens Arndt
2. Auflage, coela-Verlag 2011
Paperback, 192 Seiten
19,95 Euro
ISBN-Nr.9 783 000 348 624
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