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Park Babelsberg - Gartenanlage im neugotischen Stil
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Im Auftrag des Prinzen Wilhelm (dem späteren Kaiser Wilhelm I.) und seiner Frau Augusta entstand dieser 124 ha große Landschaftspark auf dem Babelsberg am Ufer der Havel gegenüber der Stadt Potsdam. Damit konnte ein strategisch wichtiger Ort - der Höhenrücken östlich der Stadt Potsdam - in das großartige Konzept der die Wasserflächen der Havel überspannenden Potsdamer Parklandschaft einbezogen werden.
Der Park wurde von gleich zwei bedeutenden Gartenkünstlern geprägt: Von Peter Joseph Lenné, dem Königlichen Gartendirektor und von Fürst Hermann von Pückler-Muskau, dem Schöpfers so bedeutender Anlagen wie Bad Muskau und Branitz und vielgelesenen Reise- und Gartenschriftsteller. So ist der Park Babelsberg Zeugnis einer Epoche, in der die landschaftliche Gartenkunst in hohem Maße ausgereift und verfeinert war.
Parkarchitekturen im neugotischen Stil unterstützen die malerische Atmosphäre des Babelsberger Parks und setzen in den verschiedenen Bereichen des Parks gestalterische Akzente. Eine Anzahl von Erinnerungsmälern gibt Einblick in die Gedankenwelt der wilhelminischen Epoche und erinnert insbesondere an die militärischen Erfolge des preußischen Prinzen.
Um das neugotische Schloss herum befindet sich, dem "Zonierungsprinzip" des Landschaftsgartens entsprechend, der am intensivsten gestaltete Bereich. Auf unterschiedlichen Höhen gruppieren sich um das Schloss prächtige Terrassen, die mit Mosaikflächen, Teppichbeeten, Plastiken und Brunnen geschmückt sind. An die Terrassen schließt sich der Pleasureground mit seiner besonders feinen Bodenmodellierung, dem Goldenen Rosengarten, dem Rondell an der Gotischen Fontäne und den mit farbigen Tonziegeln eingefassten, wie zufällig erstellt wirkenden Blumenbeeten an.
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Vom Pleasureground aus gelangt man durch die Goldene Rosentreppe zum Uferweg und damit in den Ebenenbereich des Parks, der durch weite, mit Gehölzgruppen strukturierte Wiesenflächen führt. Verschiedene Spazierwege führen wieder auf die Höhen des Babelsberges und erschließen die Aussichtspunkte, von denen aus sich vielfältige Ausblicke in die Landschaft und auf markante Architekturen der Potsdamer Stadtsilhouette ergeben. Die Höhenpunkte sind mit Parkarchitekturen oder Denkmälern betont. Der Flatowturm, 1853-56 in Anlehnung an den Eschenheimer Torturm erbaut, dominiert optisch den südlichen Parkbereich.
Seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wird der Park Babelsberg gartendenkmalpflegerisch betreut. Nach dem Mauerfall konnte der nördliche Uferbereich, der durch den Mauerstreifen vom Park abgetrennt und weitgehend zerstört war, wieder hergestellt und in den Park einbezogen werden. Durch regelmäßige Auslichtungen im Gehölzbestand werden die vielfältigen Sichtbeziehungen gepflegt.
Die Geschichte der Babelsberger Anlagen kann in dem Amtlichen Führer "Schloss und Park Babelsberg" nachgelesen werden. Ein Parkplan, der in Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und dem Landesvermessungsamt Brandenburg entstand, gewährleistet dem Besucher die Orientierung.
Über den Wert der historischen Gärten und den Umgang mit ihnen
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