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UNESCO Welterbe

Das Schlossmuseum Oranienburg



Zeittafel zur Geschichte des Schlosses Oranienburg

Um 1200
Askanierburg „Bothzowe“ (Bötzow)

Um 1550
Jagdschloss Kurfürst Joachims II. (1505–1571, reg. seit 1535)

1650
Kurfürst Friedrich Wilhelm (1620–1688, reg. seit 1640) schenkt das Amt Bötzow seiner Gemahlin Louise Henriette von Oranien-Nassau (1627–1667).

1651
Beginn des Neu- und Umbaus nach Entwürfen von Johann Gregor Memhardt. Anlage eines Lustgartens

1652
Das Schloss erhält des Namen „Oranienburg“. Ein Jahr später wird er auch für den Ort Bötzow übernommen.

1655
Einzug der Kurfürstin Louise Henriette, auch danach fortwährende Bau- und Verschönerungs-arbeiten am Schloss und im Garten.

1667
Tod Louise Henriettes

1689/1690
Kurfürst Friedrich III. (1657–1713, reg. seit 1688) beginnt mit der grundlegenden Umgestaltung und Erweiterung des mütterlichen Schlosses. Leitender Architekt wird bis zu seinem Tode 1695 Johann Arnold Nering. Die 1690 datierte Bauinschrift am Corps de logis verweist auf die Fertigstellung der Veränderten Fassade des Mittelbaus.

1694
Baubeginn der Nordflügel (der Nordwestflügel 1695 vollendet; der Nordostflügel 1697 noch im Bau); im Zusammenhang damit Errichtung der Arkadengalerie zwischen den Kopfbauten der Nordflügel.

1695
Der Maler Samuel Theodor Gericke dekoriert den Hasensaal mit Grotesken und originellen Bildgeschichten. Vollendung der Pavillons am südlichen Vorhof.

1699
Übernahme der nach dem Tode Nerings vorübergehend von Martin Grünberg ausgeübten Bauleitung durch Johann Friedrich Eosander von Göthe. Einrichtung der Porzellangalerie. Errichtung der Favorite und einer neuen Orangerie im Lustgarten.

1701
Kurfürst Friedrich III. krönt sich in Königsberg zum ersten König in Preußen. Als Friedrich I. hält er am 21. März feierlichen Einzug in Oranienburg. Fertigstellung des neuen Haupttreppenhauses.

1702
Vollendung des Orange Saales als neuer Festsaal mit einem allegorischen Deckengemälde zur Verherrlichung des Hauses Oranien-Nassau. Errichtung der Menagerie durch Eosander. Unter seiner Mitwirkung wird auch die Wasserkunst erneuert.

1702–1703
Anlage eines Kleinen Tiergartens mit der Eremitage

1704
Einweihung der Schlosskapelle

1705
Bekrönung der beiden Pavillons am nördlichen Schlosshof durch Belvederetürme

Ab 1709
Erbauung der Südflügel, deren Obergeschosse ursprünglich auf Kolonnaden ruhten. Im südwestlichen Flügel plant Friedrich I. die Einrichtung einer Bernsteingalerie

1713–1740
Tod Friedrichs I. und Thronbesteigung seines sparsamen Nachfolgers, Friedrich Wilhelms I. (1688–1740, reg. seit 1713), der bei gelegentlichen Aufenthalten eine Wohnung im Entresol bezieht. Die teilweise noch unvollendeten Ausbauarbeiten läßt er abbrechen. In den folgenden Jahren werden nur noch die nötigsten Reparaturen ausgeführt. Es beginnt der Verfall des Lustgartens. Demontage der Wasserleitungen, die zur Versorgung der Fontänen dienten. Abbruch der Gartengebäude: Menagerie (1724), Favorite (1729), Orangerie und Grotte (1732).

1742
König Friedrich II. (1712–1786, reg. seit 1740) überschreibt Schloss und Garten seinem Bruder August Wilhelm (1722–1758) auf Lebenszeit.

1754–1756
Bau einer künstlichen Feldsteingrotte in einer neu gestalteten Parkpartie. Erste Entwürfe für ein neues Orangeriegebäude.

1755–1758
Neugestaltung von Schlossräumen für Prinz August Wilhelm im Stil des friderizianischen Rokoko.

1758
Tod des Prinzen August Wilhelm im Schloss Oranienburg. In den folgenden Jahren wird das Schloss nur noch selten von den Mitgliedern der königlichen Familie besucht. Der bauliche Zustand verschlechtert sich zusehens.

1788
Abtragung der Arkadengalerie zwischen den beiden nördlichen Pavillons

1792
Vollendung der Orangerie

1794
Kronprinzessin Luise (1776–1810) erhält Oranienburg von ihrem Schwiegervater, König Friedrich Wilhelm II. (1744–1797, reg. seit 1786), zum Geschenk und nimmt in den Sommermonaten bis 1797 tageweise hier Aufenthalt.

1797
Beseitigung der Gewölbe im Nordwestlichen Pavillon und Abtragung der beiden Belvederetürme

1802
Demöbelierung des Schlosses, Verkauf durch das Königliche Hofmarschallamt in Privatbesitz. Einrichtung einer Baumwollweberei

1810
Ausbau der Marmorsäulen des Treppenhauses für das Mausoleum der Königin Luise

1814
Einrichtung einer Schwefelsäurefabrik

1833
Brand im Corps de logis

1842
Der Südflügel wird durch Brand vernichtet, die Überreste werden abgerissen

1848
Auszug der chemischen Fabrik, Leerstand und Verfall

1851
Übernahme des Schlosses durch den Intendanten der Königlichen Schlösser und Gärten

1858-1860
Umbau zum Lehrerseminar. Ausgenommen sind die Räume des Hauptgeschosses im Nordwestflügel, die dem König zur zeitweisen Logis vorbehalten bleiben.

1861-1925
Nutzung als Lehrerseminar

1878
Umgestaltung des Lustgartens zum Landschaftspark nach Plänen des Hofgartendirektors Jühlke

1933–1937
Umbau und Nutzung als SS-Kaserne

1938–1939
Einrichtung als Polizeischule, Erweiterungsbau nördlich des Schlosses errichtet

1945
Erhebliche Kriegsschäden durch Bombardierung und die Sprengung der Havelbrücke in der Nähe

1948–1954
Wiederherstellung des Außenbaus

1952–1990
Offiziersschule des Kasernierten Volkspolizei (KVP), später der Grenztruppen der DDR

1997
Im März wird die Stadt Oranienburg Eigentümerin des Schlosses

1997–1999
Grundlegende Sanierung und Restaurierung des Schlosses. Die ehemaligen Paraderäume im Corps de logis und der gesamte Westflügel mit der Königswohnung werden einer künftigen musealen Nutzung zugeführt

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