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* : 16.2.1620 im Schloss zu Cölln an der Spree
>: 09.05.1688 im Stadtschloss in Potsdam
Begräbnisstätte: Dom zu Berlin
Regierungszeit: 01.12.1640 - 09.05.1688
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Kurfürst Friedrich Wilhelm, Gemälde von Jacques Vaillant |
Kurfürst Friedrich Wilhelm mit Luise Henriette, Gemälde von Pieter Nason |
Kurfürstin Dorothea, Gemälde von Jacques Vaillant |
Eheschließungen:
1. am 7. Dezember 1646 mit Prinzessin Louise Henriette von Oranien-Nassau (1627-1667);
2. am 14. Juni 1668 mit Herzogin Dorothea von Holstein-Glücksburg (1636-1689)
13 Kinder:
6 Kinder aus 1. Ehe: Wilhelm Heinrich; Karl Emil; Friedrich; Amalia; Heinrich; Ludwig;
7 Kinder aus 2. Ehe: Philipp Wilhelm; Maria Amalia; Albrecht Friedrich; Karl Philipp; Elisabeth Sophie; Dorothea; Christian Ludwig
Mit Friedrich Wilhelm, dem "Großen Kurfürsten", verbindet man gemeinhin drei Errungenschaften der brandenburgischen Politik: die ökonomische Konsolidierung des Landes nach dem Dreißigjährigen Krieg, den Aufbau einer effektiven Behördenorganisation sowie die Errichtung des Stehenden Heeres. In all diesen Bereichen hat Friedrich Wilhelm Grundlagen geschaffen. Allerdings waren am Ende seiner Regierungszeit die von ihm angestoßenen Entwicklungsprozesse noch nicht beendet.
Folgenreich für seine innenpolitischen Vorstellungen war Friedrich Wilhelms Studium in den Niederlanden, eine vor allem hinsichtlich Verwaltung und Wirtschaft bedeutende Erfahrung. Die Idee, ein Stehendes Heer zu schaffen, die der Kurfürst nach seinem Regierungsantritt verfolgte, brachten ihn in Konflikt mit den Ständen, die die dazu notwendigen Finanzmittel bereitstellen sollten. Friedrich Wilhelm setzte sich durch und betrieb mit der neuen Armee eine Außenpolitik, die durch eigene Interessen, aber mehr noch von der Politik der europäischen Mächte bestimmt wurde, und die deshalb wankelmütig wirkte. Erfolg und Mißerfolg hielten sich dabei die Waage. Am Ende des Nordischen Krieges erhielt der Kurfürst im Frieden von Oliva die endgültige Souveränität über Preußen zugesprochen (in Bestätigung früherer Verträge), doch nach dem von der Nachwelt zur Legende verklärten Sieg über die Schweden bei Fehrbellin verlor er im Frieden von St. Germain all seine Eroberungen. In Erinnerung ist Friedrich Wilhelm heute vor allem wegen des Edikts von Potsdam 1685, durch das die vom französischen König Ludwig XIV. vertriebenen Hugenotten in Brandenburg aufgenommen wurden. Friedrich Wilhelm wollte dadurch sowohl die Wirtschaft seines Landes als auch die Ausbreitung seiner reformierten Konfession fördern, deren Angehörige in Brandenburg eine kleine Minderheit waren. Etwa 20 000 "Refugiés" folgten dieser Einladung. Sie trugen wesentlich zum Aufschwung in Brandenburg bei. Im Bau des Potsdamer Stadtschlosses durch den niederländischen Architekten Gregor Memhardt seit den sechziger Jahren des siebzehnten Jahrhunderts spiegelte sich das gewachsene Selbstbewußtsein des brandenburgischen Herrschers.
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