Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin

UNESCO-Welterbestätte seit 1990

Die preußischen Schlösser und Gartenkunstwerke verdanken ihre Strahlkraft nicht zuletzt einem „Gütesiegel“, das uns seit nunmehr 25 Jahren Auszeichnung und Verpflichtung zugleich ist: 1990 nahm die UNESCO die Berlin-Potsdamer Parklandschaft – sie reicht von Potsdam-Sanssouci über den Neuen Garten und Sacrow bis zur Pfaueninsel und Glienicke in Berlin – in die Liste des Natur- und Kulturerbes der Menschheit auf.

Alle zur Welterbestätte gehörenden Schloss- und Gartenanlagen auf einen Blick finden Sie hier.

Lesen Sie weiter auf dieser Seite:



Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin – Ein einzigartiges Gesamtkunstwerk

Die Welterbestätte „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“ ist eine Kulturlandschaft von internationalem Rang und ein inspirierender Ort für Kunst-, Architektur- und Gartenfreunde aus der ganzen Welt. Seiner geradezu paradiesischen Schönheit verdankt das einzigartige Ensemble den Beinamen „Preußisches Arkadien“.

Das UNESCO-Welterbeprogramm ist eines der international erfolgreichsten Programme; die Kriterien für die Auszeichnung sind äußerst anspruchsvoll: Jede auf der Welterbeliste verzeichnete Kulturstätte ist einzigartig und erfüllt zudem das Kriterium der Authentizität, der historischen Echtheit. Im Falle der Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin würdigte das Welterbekomitee die Anlagen vor allem als außergewöhnliche Kunstschöpfungen: Über Jahrhunderte hinweg haben hier die bedeutendsten Baumeister und Gartenkünstler gewirkt und in der kreativen Adaption unterschiedlicher Baustile ein eigenständiges Gesamtkunstwerk geschaffen, das durch das gelungene Wechselspiel von Baukunst und Gartenarchitektur besticht.

Nach oben

12. Dezember 1990 – Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste

Die Eintragung der Potsdamer Schlösser und Gärten in die UNESCO-Welterbeliste hatte die Deutsche Demokratische Republik am 29. September 1989 beantragt. Die Bundesrepublik Deutschland ihrerseits schlug am 14. Juni 1990 den Teil der Havellandschaft mit den Schloss- und Gartenanlagen in Glienicke sowie die Pfaueninsel zur Eintragung vor.

Am 12. Dezember 1990, nur zwei Monate nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Teilstaaten, hat das Welterbekomitee der UNESCO auf seiner Sitzung im kanadischen Banff die "Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin" in die Liste des Welterbes unter Nummer 532 C (Cultural Property/Kultur) aufgenommen.

Nach oben

Die 1990er Jahre: Eine geteilte Kulturlandschaft wächst zusammen

Mit der deutschen Wiedervereinigung und der UNESCO-Auszeichnung bot sich die Chance, die während des Kalten Krieges durch Grenz- und Sperranlagen brachial zerschnittene Kulturlandschaft wieder zusammenzufügen und wiederherzustellen. Die Berlin-Brandenburger Gartenanlagen Sacrow, Babelsberg und Neuer Garten waren durch die ab 1961 errichteten Sperranlagen mit der 3,60 Meter hohen Mauer, asphaltierten Kolonnenstraßen, Wachtürmen und Zäunen bis zur Unkenntlichkeit zerstört worden. In den 1990er Jahren begann die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, die Wege und Flächen zu restaurieren.

Heute präsentiert sich die Potsdam-Berliner Kulturlandschaft wieder in beeindruckender Harmonie und Geschlossenheit. Mit insgesamt 2.064 ha ist sie eine der größten UNESCO-Welterbestätten in Deutschland.

Nach oben

Erweiterung der Welterbestätte 1992 und 1999

Die UNESCO-Welterbestätte "Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin" wurde zweimal erweitert. 1992 kamen das Schloss und der Park Sacrow mit der Heilandskirche hinzu. 1999 wurden als weitere Areale integriert:

  • die Lindenallee westlich des Neuen Palais
  • die ehemalige Gärtnerlehranstalt sowie der ehemalige Kaiserbahnhof und dessen Umgebung
  • das Schloss und der Park Lindstedt mit umgebender Niederung
  • die Dorflage Bornstedt mit Kirche und Friedhof
  • der Voltaireweg als Verbindungsweg zwischen Park Sanssouci und Neuem Garten
  • die Allee nach Sanssouci als Eingangsbereich des Parks Sanssouci
  • die Russische Kolonie Alexandrowka mit ihrem Kapellenberg
  • das Belvedere auf dem Pfingstberg mit Pomonatempel
  • die Villa Henkel mit Garten
  • das Mirbachwäldchen als Verbindung zwischen Pfingstberg und Neuem Garten
  • der Garten der Villa Alexander sowie
  • das Gelände an der Sternwarte in Babelsberg.

Nach oben

Jubiläumsprogramm

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der UNESCO-Welterbestätte "Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin" zeigen wir vom 1. Mai bis 31. Oktober 2015 die Sonderausstellung "Der Blick in die Gärten des Welterbes – Fotografien von Hillert Ibbeken" in den Römischen Bädern, Park Sanssouci, Potsdam.

Ein Festkonzert anlässlich des Jubiläums steht am 10. Dezember 2015 um 19 Uhr im Potsdamer Nikolaisaal auf dem Programm.


Weiterführende Informationen

Umfassende Informationen zum UNESCO-Welterbe in Potsdam, zur Pufferzone der Welterbestätte und weiteren Aspekten erhalten Sie außerdem auf der


Welterbe weckt Reiselust!

Das Online-Reisemagazin „Ab-in-den-Urlaub Extra“, das wöchentlich neue Urlaubs- und Reisebeiträge veröffentlicht, porträtiert die UNESCO-Welterbeparks: „Feudales Vergnügen: Ab in die schönsten Gärten Deutschlands“ (Artikel vom 01.04.2015)


Kontakt

Dr. Gabriele Horn SPSG | Generaldirektion Stiftungskonservatorin, Untere Denkmalschutzbehörde
Postfach 60 14 62
14414 Potsdam
Fax: 0331.96 94-299