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UNESCO Welterbe

  Dorothea von Holstein Glücksburg

2. Gemahlin des Kurfürsten Friedrich Wilhelm, des "Großen Kurfürsten"
geb.: 09.10.1636 im Schloß zu Glücksburg
gest.: 16.08.1689 in Karlsbad (Böhmen)
Begräbnisstätte: Dom zu Berlin

Kurfürstin Dorothea von Brandenburg,<br> Gemälde von Jan de Baen
Kurfürstin Dorothea von Brandenburg,
Gemälde von Jan de Baen

Dorothea wurde 1636 als jüngste Tochter des Herzogs Philipp von Holstein-Glücksburg und und seiner Gemahlin Sophie Hedwig von Lauenburg im Residenzschloss Glücksburg geboren. Sie lebte einige Jahre am Hof des dänischen Königs Friedrichs III., zu dem verwandtschaftliche Beziehungen bestanden.
1653 heiratete sie im Alter von 17 Jahren den Herzog Christian Ludwig von Lüneburg-Celle. Die 12 Jahre währende und wenig glückliche Ehe blieb kinderlos. Nach dem Tod des Herzogs wohnte Dorothea auf ihrem Witwensitz Herzberg am Harz.

Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg beschäftigte sich schon kurze Zeit nach dem Ableben seiner ersten Frau Louise Henriette mit Wiederverheiratungsplänen und wählte Dorothea zu seiner zweiten Gemahlin. Die Hochzeit fand am 24. Juni 1668 in Gröningen im Fürstentum Halberstadt statt. Der Kurfürst suchte vor allem eine Beraterin und Begleiterin bei den zahlreichen Regierungsreisen, Jagden und Feldzügen sowie eine Mutter für seine drei noch minderjährigen Söhne aus erster Ehe. Dorothea hatte bereits das 32. Lebensjahr erreicht und galt als geistreich und erfahren. Zwischen beiden Eheleuten bestand vermutlich eine gute und liebevolle Beziehung, in der sieben Kinder geboren wurden: Philipp Wilhelm (1669-1711), Maria Amalia (1670-1739), Albrecht Friedrich (1672-1731), Karl Philipp (1673-1695), Elisabeth Sophia (1674-1748), Dorothea (1675-1676) und Christian Ludwig (1677-1734).

Friedrich Wilhelm überschrieb seiner Gemahlin u. a. das Amt Potsdam; das Potsdamer Schloss wurde ihr bevorzugter Aufenthaltsort und später ihr Wittum. Ab 1671 gehörte ihr auch der Landsitz Caputh. Das seit 1662 bestehenden Schloss wurde von ihr erweitert und reichhaltig ausgestattet. Darüberhinaus erwarb Dorothea die Herrschaft Schwedt und widmete sich intensiv dem Wiederaufbau und der Erweiterung der nach dem 30-jährigen Krieg beschädigten Schlossanlage. Ihr ältester Sohn Markgraf Philipp Wilhelm begründete die Linie Brandenburg-Schwedt. In Berlin wurde die von der Kurfürstin gegründete Dorotheenstadt nach ihr benannt.

Kurfürst Friedrich Wilhelm verstarb 1688 im Potsdamer Schloss. Nach seinem Tod lebte Dorothea sehr zurückgezogen in Potsdam. Während eines Kuraufenthaltes in Karlsbad ereilte sie der Tod am 16. August 1689. Sie wurde wie ihr Gemahl im Berliner Dom beigesetzt.

 
 

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