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  Schlossgarten Königs Wusterhausen
Schlossgarten
Schlossgarten

Das Schloss Königs Wusterhausen geht auf eine mittelalterliche Grenzburg zurück, die einen Übergang des schwer passierbaren Nottefließ markierte. Die heutige Form erhielt das Gebäude hauptsächlich im 16. Jahrhundert. Seit der Renaissance ist auch das Vorhandensein eines Gartens nachgewiesen.

Anders als der spätere barocke Garten erstreckte sich der Renaissancegarten ausschließlich westlich des Schlosses. Er war an drei Außenseiten von einer Mauer umfasst und in regelmäßige Quadrate eingeteilt.

Mit der Übernahme von Königs Wusterhausen in kurfürstlichen Besitz und kurz vor der Übergabe an den Kurprinzen, den späteren König Friedrich Wilhelm I., erhielt das Schloss eine barocke Gartenanlage. Kurfürstin Sophie Charlotte beauftragte dafür um 1696 den französischen Kunstgärtner Siméon Godeau, der bereits die bedeutende Gartenanlage in Charlottenburg geschaffen hatte. Der markante trapezförmige Schlossgraben blieb erhalten und östlich des Schlosses entstand ein Gartenraum mit einem von Linden umrahmten längsrechteckigen Parterre mit halbrundem Abschluss. Hinter dem Rasenparterre nahm eine Kastanienallee die zentrale Linie des Gartens auf und wies, als barocke Darstellung des Herrschaftsanspruches, weit in die Landschaft als Sichtachse hinaus.

Nach dem Tode Friedrich Wilhelms I. blieb der östliche Gartenteil in den Grundzügen lange erhalten. Er wurde mit geringem Aufwand gepflegt und erfuhr kleinere Verschönerungsmaßnahmen. Eine gartenkünstlerische Überarbeitung unterblieb. Der westliche Gartenteil ging durch Parzellierung und Bebauung vollständig verloren. Seine Struktur ist bis heute nur noch an den Liegenschaftsgrenzen der Bebauung ablesbar.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Garten in Teilen zweckentfremdet, ein anderer Teil als einfache Stadtparkanlage gestaltet. Im Jahr 2000 erfuhr der Garten eine gartendenkmalpflegerische Überarbeitung. Seitdem erhebt sich das Schloss wieder über dem Schlossgraben. Ein zentraler Rasenspiegel und die neu gepflanzten Linden und Kastanien lassen das barocke Raumgefüge wieder erleben.

Zur Geschichte von Schloss und Garten informiert der Amtliche Führer "Schloss und Garten Königs Wusterhausen".

[Parkordnung Schlossgarten Königs Wusterhausen]

Contact:
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Visitor's Center at the Historic Windmill

Postfach 60 14 62
14414 Potsdam
Tel. +49 (0)331.96 94-200
Fax +49 (0)331.96 94-107
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