Gemeinsam mit der in Potsdam ansässigen Roland Schulze Baudenkmalpflege GmbH baut die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) derzeit die Borkenküche im Neuen Garten wieder auf. Der kleine Rundbau entstand 1796 im Auftrag Friedrich Wilhelms II. als Nebengebäude zur nahe gelegenen, 1794 fertig gestellten Muschelgrotte und diente zur Versorgung der u.a. als königlicher Speiseaal genutzten Grotte. Der Name leitet sich von der Verkleidung der Außenwand mit Borke her. 1958 wurde die Borkenküche wegen Baufälligkeit abgetragen.
Der Wiederaufbau wird ermöglicht Dank des auf eine Initiative von Frau Dr. Margrit Bröhan, Berlin, erfolgten Engagements des Potsdamer Rotary-Clubs "Alter Markt.
Nach Freilegung der bauzeitlich erhaltenen Bodenplatte des kreisrunden Hauptbauteiles und dessen Sanierung ist nunmehr das Holztragwerk der Borkenküche durch die Firma Roland Schulze Baudenkmalpflege GmbH errichtet worden. Die Eindeckung erfolgt wie ehemals in Reet. Auf einen inneren Ausbau wird aufgrund nicht vorhandener Befunde verzichtet. Lediglich der Fußboden wird frei gelegt und der Ort der ehemals vorhandene Kochstelle im Fußboden gekennzeichnet. Durch die Errichtung des Küchenbaus soll die historische Parksituation wieder hergestellt werden. Der Wiederaufbau vervollständigt die umgebene Parkszenerie, deren Ausstattung mit derartigen kleinen Staffagebauten typisch für die früheren Landschaftsgärten der Zeit waren.
Die SPSG plant, die Borkenküche gemeinsam mit der in der Nähe gelegenen Eremitage wieder mit einer Verkleidung aus Borke zu versehen und somit das äußere Erscheinungsbild beider Gebäude dem Originalzustand anzupassen.