Vorabendkonzert
der XII. Potsdamer Schlössernacht 2011
19. August 2011
Einlass 18:00 Uhr
Konzert 20:00 Uhr
Feuerwerk 22:00 Uhr
Parkillumination bis 24:00 Uhr
Vorverkauf:
ab 30.10.2010 10 Uhr an allen Vorverkaufskassen
über www.potsdamer-schloessernacht.de
über Hotline: 01805.44 70 700 (14 Cent./Min.)
und über alle TUI-Reisecenter
präsentiert von der
Mittelbrandenburgischen Sparkasse Potsdam
Veranstalter:
Arbeitsgemeinschaft Schlössernacht II
artecom Veranstaltungs GmbH & Co. KG und Wohlthat Entertainment GmbH
www.potsdamer-schloessernacht.de
Künstler
Ungarische Nationalphilharmonie
Vadim Repin, Violine
Musikalische Leitung: Zoltàn Kocsis
Programm
Franz Liszt
Les Préludes S 97 - Symphonische Dichtung Nr. 3 nach Lamartine
Peter Tschaikowsky
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
Antonin Dvorak
Symphonie Nr. 9 e-Moll op. 95 ''Aus der Neuen Welt'' (1893)
Im Anschluss großes Feuerwerk und Spaziergang durch den illuminierten Park Sanssouci.
Das Orchester
Ungarische Nationalphilharmonie
Die Geschichte der Ungarischen Nationalphilharmonie begann 1923 mit der Gründung des Metropolitan Orchestra, das sich rasch zu einer Säule des ungarischen Musiklebens entwickelte. Nach dem 2. Weltkrieg arbeiteten zahlreiche ausländische Gäste mit dem Orchester, so leitete Otto Klemperer vierzig Konzerte.
1952 wurde János Ferencsik zum Chefdirigenten berufen, was sich als Wendepunkt in der Geschichte des Ensembles erweisen sollte. In den 1960er Jahren arbeitete man mit Dirigenten und Solisten von Weltgeltung wie Swjatoslaw Richter, Yehudi Menuhin, Anja Silja, János Starker und Ruggiero Ricci zusammen. Mit dem Tod von János Ferensik ging eine ganze Ära in der Orchestergeschichte zu Ende. 1987 fand man im japanischen Dirigenten Ken-Ichiro Kobayashi einen idealen Nachfolger, der sich in Ungarn einer großen Beliebtheit erfreute. 1997 wurde Zoltán Kocsis Musikdirektor des Orchesters. 1998 wurde das Ensemble in Ungarische Nationalphilharmonie umbenannt.
In den vergangenen Jahren feierte das Ensemble große Erfolge in New York, Tokio, Birmingham, Athen und beim Festival International de Colmar. "ConcertoNet", das renommierte Klassikjournal im Internet, zeichnete den New Yorker Auftritt des Orchesters im Februar 2003 mit dem Lully Award für das beste Konzert der Saison aus.
Die im Frühjahr 2003 veröffentlichte CD mit dem Dirigenten Zoltán Kocsis mit Werken von Debussy und Ravel gewann den Preis als "Album des Jahres" der ungarischen Zeitschrift Gramofon, und die international besetzte Jury der Cannes Midem Classical Awards bezeichnete sie als "beste ungarische Klassik-CD des Jahres". Zur im Februar 2004 erschienenen CD mit Bartóks Konzert für Orchester schrieb der Herausgeber von American Classics Today.com und Jury-Vorsitzender der MIDEM: "Man wird keine konkurrierende Version finden, die gleichzeitig intuitiv erregender und treuer gegenüber Wort und Geist von Bartóks Partitur wäre."
Der Solist
Vadim Repin, Violine
Musik ist die Muttersprache des russischen Geigers Vadim Repin. Er ist ein Virtuose vieler Stimmen und seine unglaublichen Klangfarben, gepaart mit makelloser Technik, haben sein Publikum rund um den Erdball begeistert. Feuriges Temperament, perfekte Technik und Poesie sind Vadim Repins Markenzeichen.
Vadim Repin kam in Sibirien zur Welt und begann im Alter von fünf Jahren Geige zu spielen. Bereits sechs Monate später stand er zum ersten Mal auf der Bühne. Er war erst elf, als er die Goldmedaille des Wienawski-Wettbewerbs gewann und seine ersten Konzerte in Moskau und St. Petersburg spielte. Als Vierzehnjähriger gab er 1985 seine Debüts in Tokio, München, Berlin und Helsinki und im folgenden Jahr in der New Yorker Carnegie Hall. Zwei Jahre danach wurde Vadim Repin der jüngste Preisträger des bedeutendsten und anspruchsvollsten Violin-Wettbewerbs der Welt, des "Concours Reine Elisabeth".
Seitdem ist er mit allen bedeutenden Orchestern der Welt aufgetreten, z.B. den Wiener und den Berliner Philharmonikern, Boston Symphony, Chicago Symphony, dem Cleveland Orchestra, Israel Philharmonic, London Symphony, San Francisco Symphony, Los Angeles Philharmonic, New York Philharmonic, dem Orchestre de Paris, Royal Concertgebouw Orkest, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Orchester der Scala di Milano und St. Petersburg Philharmonic.
Am 1. Mai 2008 spielte er mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle in Moskau zur Feier des Europatages das Bruch Violinkonzert, das in ganz Europa ausgestrahlt wurde. Ebenfalls im Mai trat er mit Israel Philharmonic unter Riccardo Muti in Tel Aviv beim Festkonzert zur 60-Jahr-Feier des Staates Israel auf.
In der letzten Saison unternahm er erfolgreiche Tourneen durch Australien und Japan und gab dort unter anderem ein Gastspiel mit den Münchner Philharmonikern unter Thielemann.
Im Februar 2010 wurde er mit dem "Victoire d'Honneur", der höchsten französischen Auszeichnung für Musiker geehrt, und im Mai spielte er mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Valery Gergiev in London die umjubelte Welt-Uraufführung des Violinkonzertes von James MacMillan.
Vadim Repins umfangreiche Diskographie enthält vor allem bei Warner Classics viele preisgekrönte Aufnahmen der großen russischen Violinkonzerte.
Bei der Deutschen Grammophon erschien in der letzten Saison das Brahms Violinkonzert und Doppelkonzert (Truls Mørk, Cello) mit dem Gewandhausorchester Leipzig und Riccardo Chailly. Darüber schrieb die London Sunday Times: "Es ist undenkbar, in letzter Zeit Aufnahmen dieser großen Werke zu finden, die an diesen grandiosen Ton und die musikalische Tiefe und Einsicht heranreichen würden. Superb!"
Vadim Repin spielt die Guarneri del Gesù "Bonjour" aus dem Jahre 1743.
Der Dirigent
Zoltán Kocsis
Zoltán Kocsis wurde 1952 in Budapest geboren und erhielt ab seinem fünften Lebensjahr Klavierunterricht. Ab 1963 studierte er am Béla-Bartók-Konservatorium Klavier und Komposition und wurde 1968 an der Franz-Liszt-Musikakademie Schüler von Pál Kadosa und Ferenc Rados. Seine internationale Laufbahn als Pianist begann, als er mit achtzehn Jahren den Internationalen Beethoven-Wettbewerb des ungarischen Rundfunks gewann und rasch eine schillernde Karriere mit führenden Orchestern der Welt startete.
1983 gründete er gemeinsam mit Iván Fischer das Budapest Festival Orchestra, das er seit 1987 regelmäßig dirigierte. Außerdem ist er ein anerkannter Komponist, der sich stark für zeitgenössische Musik einsetzt.
Im Herbst 1997 wurde er Generalmusikdirektor der Ungarischen Nationalphilharmonie, deren Repertoire sich seither beträchtlich erweitert hat.
In den letzten Jahren hat Zoltán Kocsis mit dem Orchester als Dirigent und Solist zahlreiche europäische Länder, die Vereinigten Staaten und Japan besucht und beeindruckende Erfolge gefeiert. Im Januar 2004 wurde Zoltán Kocsis bei der Midem in Cannes für sein Lebenswerk ausgezeichnet und zugleich vom französischen Kulturminister zum "Chevalier dans l'Ordre des Arts et des Lettres" ernannt. Damit ehrte man ihn für seine herausragenden Verdienste um die Verbreitung französischer Musik und sein musikalisches Gesamtwerk. Am 23. Januar 2007 ernannte der Minister für Bildung und Kultur Zoltán Kocsis zum "Weltbotschafter der ungarischen Kultur".