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UNESCO Welterbe


 Repräsentation und Selbstinszenierung Friedrichs des Großen

Veranstaltungen vom 28.09.2012 bis 29.09.2012

Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte

Potsdam, Sanssouci, Neues Palais, Deckengemälde im Marmorsaal von Amédée Van Loo: Olymp – Göttermahl (oder: ‘Der Olymp mit den zum Mahl versammelten Göttern‘) [Ausschnitt], 1768, Foto: Gerhard Murza (c) SPSG

Öffentliche Tagung
des Interdisziplinären Zentrums zur Erforschung der Europäischen Aufklärung an der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg
und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
im Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte

Freitag, 28.9. / 9–18 Uhr
Samstag, 29.9. / 9–16 Uhr

Logo: Friedrich300 Das Profil Friedrichs II. von Preußen ist stärker ausgeprägt als bei fast allen anderen Regenten der Frühen Neuzeit. Die Geschichtsschreibung konzentriert sich bei ihrer Betrachtung, gleich Friedrichs Zeitgenossen, auf Züge seiner Persönlichkeit, die ihn von seinen Mitregenten abheben und ihm ein unverwechselbares Gepräge verleihen. Drei Punkte werden besonders herausgehoben:

  • Friedrich sei ein Verächter der zeittypischen Hofhaltung gewesen und aller damit einhergehenden Ordnungsvorstellungen und Praktiken, etwa des Zeremoniells und der Jagd. Er habe nur nach rationalen – quasi modernen – Gesichtspunkten gehandelt, habe mit unbezwingbarer Strenge gegen sich selbst und andere sich einen Namen gemacht und sein Land entwickelt.
  • Friedrich habe sich mit den aufgeklärten Geistesgrößen seiner Zeit rege ausgetauscht, weshalb der institutionelle Rahmen dieser Geselligkeit z.B. in seiner Prinzenresidenz in Rheinsberg oder später an der Tafelrunde in Sanssouci im Mittelpunkt des Interesses stand.
  • Friedrich habe als "Erster Diener seines Staates" und als "Roi connétable" die "preußischen Werte" an sich verkörpert: Der König sei die Personifikation von Sparsamkeit, Disziplin und Pflichterfüllung gegen den Staat gewesen und personifiziere das Phänomen des "aufgeklärten Absolutismus". Sein Regierungshandeln habe die monarchische Herrschaft rationalisiert.

Neuere Forschungen haben dieses Bild teilweise revidiert. Mittlerweile liegen Untersuchungen vor, in denen die Konstruktion dieses mythischen Geschichtsbildes von Friedrich dem Großen im 19. Jahrhundert und dessen erstaunliche Beharrungskraft bis in die heutige Zeit analysiert werden. Offen aber bleibt die Frage, welchen Anteil Friedrich selbst an der Entstehung dieses Bildes hat. Seine eigene Inszenierung zu diskutieren, soll Gegenstand der Tagung über die Imagepolitik Friedrichs II. sein.

Das detaillierte Programm zum Download finden Sie hier [›››]

 

Tagungsort :
Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9 (Altes Rathaus), 14467 Potsdam.

Anfahrt:
S-Bahn bis Potsdam Hauptbahnhof, von dort 5 Minuten Fußweg
oder Bus oder Straßenbahn bis Haltestelle "Alter Markt".

Tagungsbeitrag:
10 Euro / ermäßigt 5 Euro pro Tag

Anmeldung:
ab 17. September 2012
Tel.: 0331.96 94-346 oder per Email: n.geissler@spsg.de,
bzw. an den Konferenztagen im Potsdam Museum.
Bei vorheriger Anmeldung bitten wir, den Tagungsbeitrag unter dem Kennwort "Konferenz Friedrich 300/12" an die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Commerzbank Potsdam, Kto.Nr.: 100177500, BLZ 160 400 00 zu überweisen.

 

Die Beiträge der bisherigen Konferenzen finden sich unter:
www.perspectivia.net


Contact:
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Dr. Jürgen Luh
Generaldirektion
Wissenschaft und Forschung
Postfach 60 14 62
14144  Potsdam

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