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UNESCO Welterbe


 Schloss Friedrichstein in Ostpreußen und die Grafen von Dönhoff

Ausstellung vom 10. May 2009 bis 4. October 2009

Caputh Palace


Eröffnung Samstag, 9. Mai, 15 Uhr

Schloss Friedrichstein, Ende des 17. Jahrhunderts unweit von Königsberg (heute Kaliningrad) als Stammsitz der Familie Dönhoff errichtet, war eine der großen barocken Schlossanlagen in Ostpreußen, dem Kernland der preußischen Monarchie. Das Schloss, das zu den bedeutendsten Bauten der deutschen Schlossarchitektur zählte, wurde Anfang 1945 zerstört, die Ruine 1957 abgetragen. Ein großer Teil der Ausstattung - Möbel, Tapisserien, Kunstwerke etc. - konnte jedoch gerettet werden.

Die Ausstellung zeigt Schloss Friedrichstein, die dazugehörige Gutsanlage und den Park sowie Ausstattung und Sammlungen der Dönhoffs in historischen und neueren Fotografien.
Texttafeln geben Einblick in die Geschichte der Adelsfamilie und skizzieren die Architektur des Schlosses Friedrichstein im Kontext anderer Schlösser.

 

Die Ausstellung ist eine Kooperation des Deutschen Kulturforums östliches Europa mit der SPSG und entsteht in Zusammenarbeit mit Dr. Kilian Heck, dem Mitherausgeber des Buches "Friedrichstein. Das Schloss der Grafen von Dönhoff in Ostpreußen".

Vorträge in Kooperation mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG), Potsdam.

Download Flyer zur Ausstellung

Eintritt frei

Öffnungszeiten: Di-So, 10-18 Uhr (letzter Einlass 17.30 Uhr)


BEGLEITPROGRAMM

Veranstaltungsort:
Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte

Dienstag, 12. Mai 2009, 19 Uhr
Friedrichstein und andere Schlösser des ostpreußischen Adels nach 1701
Vortrag von Dr. Hans-Joachim Kuke, Berlin
In den nach 1701 errichteten Schlössern in Ostpreußen brachte der Adel sein Standesbewusstsein und seine Loyalität gegenüber der Krone architektonisch zum Ausdruck. Für Otto Magnus von Dönhoff, einer bedeutenden Persönlichkeit am Hof Friedrichs I. in Preußen, entstand eines der bemerkenswertesten Schlösser Ostpreußens: Friedrichstein.
Hans-Joachim Kuke ist Kunsthistoriker und Autor zahlreicher Publikationen zur Architektur des 17. bis 20. Jahrhunderts.

 

Mittwoch, 27. Mai 2009, 19 Uhr
Die Dönhoffs: Der Aufstieg einer adeligen Familie in Ostmitteleuropa im livländischen, polnischen und preußischen Kontext
Vortrag von Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg, Gießen
Die Dönhoffs kamen um 1500 aus Westfalen ins Baltikum und stiegen im 16. Jahrhundert im militärischen Dienste der polnischen Könige auf. Einige Linien der Familie waren am Warschauer Hofe als Offiziere, Diplomaten und Kirchenfürsten tätig. Der in Ostpreußen niedergelassene Zweig gehörte zu den führenden Adelsfamilien der preußischen Monarchie.
Hans-Jürgen Bömelburg ist Professor für osteuropäische Geschichte am Historischen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen.

 

Mittwoch, 17. Juni 2009, 19 Uhr
Herrenhäuser ohne Herren. Ostpreußische Schloss- und Gutsanlagen nach dem Zweiten Weltkrieg
Vortrag von Dr. Herle Forbrich, Hamburg
Das Schicksal der Herrenhäuser nach 1945 spiegelt vor allem die Schwierigkeiten Polens und der Sowjetunion bei der Neubesiedlung wider. Während viele Güter weiterhin landwirtschaftliche Betriebe blieben, standen andere bereits in den 1960er Jahren leer. Die wirtschaftliche Umstrukturierung nach 1990 beschleunigte den Verfall. Aber es gibt auch positive Beispiele.
Herle Forbrich ist Kulturwissenschaftlerin und promovierte Historikerin.

 

Mittwoch, 24. Juni 2009, 19 Uhr
Der Landsitz als Mittelpunkt des adeligen Lebens - zum Selbstbildnis des ostpreußischen Adels in den Erinnerungsschriften nach 1945
Vortrag von Dr. Miłosława Borzyszkowska-Szewczyk, Danzig
Für die adeligen Familien aus den ehemaligen deutschen Ostprovinzen bedeuteten Flucht und Aussiedlung den Verlust ihres Landbesitzes und damit der Basis des adeligen Lebensstils. Die Erinnerungsschriften von Marion Gräfin Dönhoff, Hans Graf von Lehndorff u. a. beinhalten eine bewusste Reflexion über die vergangene Zeit und verstehen sich nicht selten als Vermächtnis für kommende Generationen.
Miłosława Borzyszkowska-Szewczyk ist wissenschaftl. Mitarbeiterin am Lehrstuhl für die deutschsprachige Literatur Danzigs, Institut für Germanistische Philologie der Universität Gdańsk.


Contact:
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Visitor's Center at the Historic Windmill
Postfach 60 14 62
14414  Potsdam

Tel. +49 (0)331.96 94-200
Fax +49 (0)331.96 94-107
mail

 
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