Die preußischen Kroninsignien kehren zurück, und mit ihnen die Schätze aus der Silberkammer der Hohenzollern: Zwei Jahre lang waren sie auf Reisen (unter anderem im Schlossmuseum Oranienburg, und den Schlössern Glienicke und Babelsberg). In dieser Zeit wurden die angestammten Räume im Schloss Charlottenburg saniert und umgebaut für die neue Präsentation der Kostbarkeiten. Ab Dezember 2010 sind sie wieder hier zu bewundern – schöner und prunkvoller denn je.
Mit rund 600 Exponaten auf 300 m² Ausstellungsfläche ermöglicht die Präsentation einen neuen Blick auf drei herausragende Spezialsammlungen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.
Kronschatz
Mit Kur- und Reichsschwert, Reichssiegel sowie mit den Kronkarkassen, dem Zepter und dem Reichsapfel, die zur Inthronisation des ersten preußischen Königspaares 1701 angefertigt wurden, bewahrt die SPSG die wichtigsten Insignien der preußischen Monarchie.
Die neue Präsentation veranschaulicht die historische Funktion sowie die symbolpolitische und zeremonielle Bedeutung der einstigen Herrschaftszeichen. Doch auch die künstlerischen, ja sinnlichen Qualitäten der einzigartigen Kronschätze werden erlebbar.
Silberkammer
Einzigartig im Umfang und in seiner kulturhistorischen Bedeutung ist auch der Bestand an historischen Tafelgeräten aus Gold, Silber und Porzellan, der einst in der Silberkammer des Hofes verwahrt wurde. Zu besonderen Anlässen schmückten diese Schätze die fürstliche Tafel, um der Gesellschaft einen Teil des Staatsschatzes vor Augen zu führen. Doch auch zum täglichen Gebrauch waren diese Preziosen höfischer Tischkultur bestimmt.
Die neue Präsentation inszeniert die Tafelgeräte zum Teil als gedeckte Tafel oder auf Schaubuffets. Rund 100 Hofservice sind zum Teil vollständig erhalten und faszinieren durch ihren Farben- und Formenreichtum. Zusammensetzung und Gestaltung der Service spiegeln die Moden, die jeweiligen kulinarischen Vorlieben und zeremoniellen Gepflogenheiten der höfischen Tafel zwischen Barock und Historismus.
Tabatièren Friedrichs des Großen
Einen Schatz ganz anderer Art stellen die aus farbigen Halbedelsteinen gefertigten, goldgefassten und mit Brillanten besetzten Tabatièren Friedrichs des Großen dar. Der König, der dem traditionellen höfischen Luxus sonst distanziert gegenüberstand, besaß eine exquisite Sammlung kostbarer Tabakdosen, die er stets in greifbarer Nähe um sich wissen wollte. Acht dieser atemberaubend schön gestalteten Preziosen werden nun als Teil der Dauerausstellung "Kronschatz und Silberkammer" präsentiert.
Weitere Informationen zum Schloss Charlottenburg [›››]
Öffnungszeiten
April bis Oktober:
täglich außer Montag, 10–18 Uhr
November bis März:
täglich außer Montag, 10–17 Uhr
Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließzeit
Eintritt
12 Euro / ermäßigt 8 Euro
Inklusive Besichtigung und Audioguide Altes Schloss
Ausstellungskatalog
Kronschatz und Silberkammer der Hohenzollern
ca. 128 Seiten mit ca. 100 farbigen Abbildungen
22 x 27 cm, Klappenbroschur
19,90 Euro
Erhältlich in den Museumsshops in den Schlössern
www.museumsshop-im-schloss.de
Gefördert durch:

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