Der Sammelleidenschaft von Ludwig Heinrich von Block (1764–1818) verdanke ich mein Lieblingsstück in der Ausstellung. Von Block sammelte als Direktor des Dresdner Grünen Gewölbes Schuhe des 17. und 18. Jahrhunderts als kulturhistorische Zeugnisse und für die eigene Sammlung. Dabei gab er mehr aus als er besaß und veruntreute schließlich königlichen Besitz.
Der zierliche Schuh wird im Themenbereich "Im Wettstreit" gezeigt. Um neben den militärischen Erfolgen unter anderem auch im künstlerischen Bereich der Opernaufführungen europäisches Spitzenniveau zu erreichen, holte Friedrich II. Künstler aus ganz Europa nach Berlin. Die italienische Tänzerin Barbara Campanini, genannt Barberina (1721–1799), verpflichtete er 1744 als damals unbestrittenen Tanzstar. Insbesondere aufgrund Ihrer Fähigkeit, beim Sprung ihre Beine mehrfach schnell übereinanderzuschlagen, sorgte sie hierzulande für viel Aufmerksamkeit.
Heike Borggreve
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